Kontakt
Leistungen

Parodontalchirurgie

Parodontalchirurgie

3D-Animation ansehen: Parodontitisbehandlung

Parodontitis ist eine bakteriell bedingte Entzündung, die den Zahnhalteapparat (Knochen und Zahnfleisch) zerstört. Sie führt unbehandelt zu Zahnlockerungen und letztendlich zum Verlust der Zähne. Zusätzlich zur konventionellen Parodontitisbehandlung bei Ihrem Zahnarzt können chirurgische Maßnahmen notwendig sein.

Parodontalchirurgie im Überblick:

Plastische Parodontalchirurgie / Zahnfleischästhetik

Im Verlauf einer Parodontitis oder eines nicht-entzündlichen Prozesses geht an den betroffenen Zähnen oft das Zahnfleisch zurück. Als Folge entwickeln sich frei liegende Zahnhälse und lassen die Zähne deutlich länger aussehen als üblich. Diese Bereiche können mit Zahnfleischtransplantaten abgedeckt werden. Auch zur Verbesserung der Ästhetik um Implantate eignet sich die Zahnfleischtransplantation.

Abhängig von der Größe des zu überdeckenden Bereiches stehen das Bindegewebstransplantat oder das freie Schleimhauttransplantat zur Verfügung:
Beim Bindegewebstransplantat wird bei kleineren Defekten aus dem Gaumen oder der Wange Bindegewebe entnommen und an die frei liegende Stelle verpflanzt. Dies überdeckt die unschönen Bereiche meist sehr gut. Das Schleimhauttransplantat kommt in aller Regel bei größeren Defekten zum Einsatz, wobei das umliegende Zahnfleisch mittels eines „Verschiebelappens“ zur Abdeckung der Zahnfleischstelle genutzt wird.

Geweberegeneration (GTR)

In vielen Fällen gelingt es, ein stärker geschädigtes Zahnhaltegewebe wieder aufzubauen und die entsprechenden Zähne zu stabilisieren. Dazu wenden wir sogenannte regenerative Techniken wie die Gesteuerte Geweberegeneration (Guided Tissue Regeneration/GTR) an.

Dabei wird die Neubildung der „weichen“ Bestandteile des Zahnhalteapparates (elastische Bindegewebsfasern in der Wurzelhaut, Weichgewebe usw.) gezielt gefördert. Dazu werden spezielle Wachstumsenzyme („Schmelzmatrixproteine“) genutzt, die auch bei der Neubildung der ersten Zähne eine wichtige Rolle spielen. Diese Wachstumsenzyme sind in einem Träger-Gel enthalten, das auf die geschädigten Bereiche des Zahnhalteapparates aufgetragen wird. Diese Enzyme regen die Neubildung von Zahnhaltegewebe an.

Hemisektion

Bei einer Hemisektion werden einzelne Zahnwurzeln komplett entfernt. Sie ist selten notwendig, gibt jedoch die Möglichkeit, einen stark erkrankten Zahn doch noch erhalten zu können. Durchgeführt wird sie nur bei Backenzähnen, da diese mehrere Wurzeln haben, und eine bzw. zwei Wurzeln den Zahn noch fest im Kiefer verankern.

Wann wird zur Hemisektion geraten?

  • Eine vorherige Wurzelkanalbehandlung hat nicht den gewünschten Erfolg gezeigt: Die Entzündung ist nicht vollständig ausgeheilt.
  • Der stark geschädigte Zahn – zum Beispiel durch eine tiefe Wurzelkaries oder eine Parodontitis nur an einer Zahnwurzel – ist für die Befestigung zum Beispiel einer Brücke oder anderen prothetischen Möglichkeit als „Anker“ oder „Pfeiler“ vorgesehen und sollte deshalb erhalten bleiben.
  • Eine Zahnlücke soll vermieden werden und der natürliche Zahn erhalten bleiben, wenn zum Beispiel nach einem Unfall der Zahn geschädigt ist.

Mikrobiologischer Test

Bei hartnäckigeren Formen der Parodontitis ermitteln wir die entzündungsauslösenden Bakterien mithilfe eines mikrobiologischen Tests.

Dies ermöglicht uns, die Therapie genau auf diese Bakterien abzustimmen und sie gegebenenfalls gezielt mit antibakteriellen Wirkstoffen als Ergänzung zur mechanischen Reinigung zu entfernen.

Haben Sie Fragen zur Parodontalchirurgie? Bitte sprechen Sie uns an, wir sind gern für Sie da!

Patientenstimmen

Patientenstimmen